Eigentlich wissen wir nicht so genau was wir euch zu erzählen haben… Ausser, dass wir Bolivien so richtig geniessen und unser 3 Monatsvisa schon bald ausgeschöpft ist. Wer hätte dies gedacht?!?
Nach Sucre ging es weiter in Richtung Norden. Angekommen im Nationalpark Toro Toro machten wir uns kurz vor Mitternacht auf die Suche nach einer Unterkunft. Allerdings waren die Unterkünfte schon total ausgebucht da es das Osterwochenende war, jedoch hatten wir Glück und die Besitzerin Lily zauberte uns eine „Notschlafstelle“. So stand uns also nichts mehr im Weg um den Nationalpark zu erkunden. Als Erstes machten wir uns auf und besuchten alleine die versteinerten Fussspuren der Dinos wie auch einen Abstecher in den Canyon.
Allerdings wurden wir von Lily dann als „Malditos“ bezeichnet, da man eigentlich im Nationalpark nur mit einem Guide unterwegs sein darf. Den Canyon und die Fussspuren der Dinos fand man auch ohne Guide wunderbar, also sahen wir es auch nicht ein einen Guide zu bezahlen für eine Tour. Wie gesagt: „los suizos son malditos“
Am nächsten Tag machten wir uns auf und besuchten die „Ciudad de Itas“, der Weg dorthin war sehr amüsant. Wir waren natürlich sehr pünktlich und mussten als erstes dem Bus hinterher springen
Klar gab es keine Sitzplätze mehr und wir standen also für ca. 3 Stunden im Bus bis wir das erste Ausflugsziel erreicht hatten. Damit der Bus aber auch an diesem Ausflugsziel ankam mussten wir zwischendurch den Bus verlassen und kurze Spaziergänge einlegen, eine willkommene Abwechslung, damit er die steile Strasse überhaupt bewältigen konnte. Die „Ciudad de Itas“ sind Felsformationen die zum Teil kleinere Höhlen bilden aber auch mit viel Fantasie konnte man diverse Tiere im Stein erkennen.
Danach ging es für uns weiter und wir gingen am selben Tag noch eine Höhle besuchen namens „Caverna de Umajalant“. Da die meisten Einheimischen Touristen an diesem Tag wieder zurück nach Cochabamba reisen mussten, da das Osterwochenende zu ende war, hatten wir die Höhle ganz für uns alleine. Wir wanderten und krochen also für zwei Stunden in dieser riesigen Höhle umher. Die Höhle besass eine ziemlich enge Stelle, enger als der „jongpfereschlopf“ im Nidleloch! Oder kam es uns nur so vor weil uns das „Pollo con Papas“ so zugesetzt hat?!? Nun gut!!!
Am Abend etwas müde von der Tour schlenderten wir noch durch den Ort, dort fanden wir dann auch eine „Bar“ der besonderen Art
In diesem Raum wurde das berühmtberüchtigte Maisbier ausgeschenkt namens „Chicha“. Klar liessen wir es uns nicht entgehen und probierten Chicha, der Geschmack war ganz ok, aber zu den Favoriten ist es dann doch nicht aufgestiegen. Aber das Beste war eigentlich nicht das Bier sondern die Atmosphäre in dem Raum und die Bolivianer die eine riesige Freude hatten das wir Gringos ihnen das Bier bezahlten. Musste man doch einen Krug kaufen und erhielt eine Schale in dem das Bier abgefüllt wurde. Allerdings gelangte der Krug nicht in unsere Hände, koooomisch
Klar gab es dann noch auf der Gasse einen typischen Bolivianischen Fastfood. „Salchipapas“ besteht aus Pommes gespickt mit Wurstscheiben, Ketchup und/oder der scharfen Sauce Aji! Hauptsache fettig und ungesund
Da wir den „Vergel“ (Wasserfall) im Canyon noch nicht gesehen hatten wollten wir diesen noch bewundern, leider bekam Roman aber die scharfe Sauce nicht so gut, so ging ich mit Claudio den „Vergel“ bestaunen. Den Canyon hinunter und wider hinauf gab es um die 1600 Stufen zu bewältigen, ein gutes Fitnesstraining um die Salchipapa-Portion abzutrainieren
Der Wasserfall war echt herrlich anzuschauen, da das Wasser über einen Teppich aus Moos floss und die Pflanzen daneben schienen etwas Dschungelähnliches zu haben.
Auch sonst machten wir noch eine kleinere Wanderung um den Sonnenaufgang auf einem kleinen Gipfel zu bestaunen, jedoch war dieser überhaupt nicht spektakulär. Dafür war das Frühstück der Hammer, Claudio hatte doch tatsächlich eine Thermosflasche dabei und so gab es noch einen heissen Tee dazu. Merci no einisch
An einem Freitag den 13. zu reisen kann in Bolivien sehr amüsant werden. Bis zu diesem Tag hatten wir noch keinen einzigen platten Reifen eingefangen, doch wie schon gesagt der Freitag der 13. änderte alles
Wir hatten zwei platte Reifen und Roman verpasste fast den Anschlussbus nach Sucre. Weil sie unser Gepäck nicht einladen wollten…aber es klappte doch noch, dass wir zusammen in Sucre ankamen.
Sucre zum dritten
Ja wir waren schon wider in Sucre gelandet und besuchten erneut für eine Woche die Sucre Spanisch Scool.
Über ein Wochenende wanderten wir auf einem Inkaweg nach Maragua und genossen so erneut die unglaubliche Landschaft die Bolivien zu bieten hat. Auch der „Genuss“ einer Lastwagenfahrt durfte nicht fehlen. Dieser brachte uns nämlich zu unserem Ausgangspunkt unserer Wanderung, wir waren ziemlich froh als wir angekommen waren =)
Dies waren die letzten Geschichten aus Sucre und Umgebung.
In La Paz angekommen machten wir uns auf die Suche für ein Busticket nach Apolo. Apolo ist in der Nähe des Nationalparks Madidi, wir hofften eigentlich von dort aus in den Park zu gelangen. Leider war dies aber nicht möglich. Ok es wäre möglich gewesen, aber da wir nicht die Ausrüstung dazu hatten entschieden wir uns nach Rurrenabaque zu reisen.
Die Fahrt führte uns in den hintersten Ecken von Bolivien, dies hatten wir auf jeden Fall das Gefühl. Die Strassen waren saumässig schlecht nebst Schlamm auf der Piste gab es noch diverse Erdrutsche die die Fahrt nach Apolo um ein paar Stunden verlängerte =) In Apolo verweilten wir zwei Nächte. Unser Taxi hatte noch einen freien Platz der musste noch gefüllt werden, dies war der Grund für die zweite Nacht in Apolo
Um 09.00 Uhr ging es los in Richtung Mapiri und das Taxi war echt gut beladen, insgesamt waren wir 7 Personen plus ein Kind im Auto. Dies hiess für uns den Arsch zusammenpressen und ja keine Klaustrophobischen Gedanken zu hegen
Nach einer Stunde gab es ein kleines Problem zu beheben, unser Taxi verlor Bremsflüssigkeit, klar hatte er keine Ersatzflüssigkeit dabei!!! Aber zum Glück lag genau vor uns ein kleiner Bach der die Bremsflüssigkeit ersetzen konnte… Ja wir reisen in Bolivien dem Land der fast unbegrenzten Möglichkeiten, und jeder zweite Bolivianer scheint ein kleiner Mac Gyver zu sein
Die weitere Reise verlief wunderbar, klar mussten wir zum Teil aus dem Taxi steigen und schwierige Passagen zu Fuss zurücklegen, aber lieber so als im Schlamm stecken zu bleiben.
In Mapiri angekommen fanden wir eine Kammer zum nächtigen, etwas zum Essen und ein kühles Bier
Am nächsten Tag gab es ein Typisches Bolivianisches Frühstück, ein Teller mit Reis, einem Spiegelei, Tomaten und einem Plätzchen!!! So waren wir also bereits wider gestärkt für die weiteren Abenteuer in Richtung Rurrenabaque. Die erste Etappe war mit dem Boot, wo wir einen kleinen Zwischenstopp in Guanai einlegten um weiter zureisen nach Caranavi. Von Caranavi aus nahmen wir einen Linien Bus der nach Rurrenabaque fuhr.
In Rurre angekommen brauchten wir zuerst einen Tag Pause von der langen Reise
Wir buchten eine Tour mit www.berracodelmadidi.com für vier Tage. So fuhren wir also in den Dschungel um diverse Tiere zu sehen. Wir sahen Kapuzineraffen, viele Wildschweine, Tucane, Spinnen, Papageien und Schildkröten. Die Tour ist echt empfehlenswert, super organisiert und das wichtigste sie unterstützen zudem mit 20% des Geldes ein Dorf im NP Madidi.
Und nun sind wir zurück in La Paz und freuen uns auf den Titicaca See und Peru
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Saludos de los viajeros del mundo
Roman & Fränzi
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